Freitag,
02. März 2012 20 Uhr
Christiane Karg - Sopran
Gerold Huber - Klavier |
Die Sopranistin Christiane Karg, in Feuchtwangen (Bayern) geboren, erhielt ihre Gesangsausbildung am Salzburger Mozarteum bei Heiner Hopfner sowie in der Liedklasse von Wolfgang Holzmair. Nach einem Aufenthalt am Konservatorium von Verona machte sie am Mozarteum ihren Abschluss im Fach Oper/Musiktheater, wofür ihr die Lilli-Lehmann-Medaille verliehen wurde. 2009 wurde sie von der Zeitschrift Opernwelt zur Nachwuchskünstlerin des Jahres gewählt.
Bereits im Jahr 2006 gab Christiane Karg ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen in den Mozart-Partien Melia (Apollo et Hyacinthus) und Weltgeist (Die Schuldigkeit des ersten Gebots); 2007 war sie dort als Mademoiselle Silberklang in Der Schauspieldirektor zu hören. Nach einem Engagement im Hamburger Opernstudio wechselte sie im Herbst 2008 als Ensemblemitglied an die Oper Frankfurt, wo sie nun die wichtigen Rollen ihres Fachs singt: darunter Susanna, Musetta, Pamina und Servilia. Mit einer vielbeachteten Interpretation des Ighino in Pfitzners Palestrina unter Simone Young war sie im Sommer 2009 an der Bayerischen Staatsoper zu erleben. Nach ihrem Erfolg als Musetta in Andreas Homokis Neuinszenierung von La Bohème an der Komischen Oper Berlin kehrte sie Anfang 2010 als umjubelte Norina in einer Neuproduktion von Don Pasquale an dieses Haus zurück. „...Aber dann kommt die kecke Norina,... und man vergisst den Graben, weil man nur noch Ohren für die Bühne hat: Christiane Karg ist eine Höchstbegabung. Ein Sopran voll Charme und Süße, Leichtigkeit und Fülle, perfekt in Kehle und Maske sitzend, tragfähig über den Kopf abstrahlend: eine Kostbarkeit!“ (FAZ). Im Sommer 2010 steht sie als Amor in Dieter Dorns Gluck- Inszenierung von Orfeo ed Euridice unter der Leitung von Riccardo Muti wieder auf der Bühne der Salzburger Festspiele. In der Spielzeit 2010/2011 geht die Künstlerin erstmals mit der Glyndebourne Touring Opera auf Reisen (als Poppea in Monteverdis L’incoronazione di Poppea). Außerdem gastiert sie erneut am Theater an der Wien in Rameaus Oper Castor und Pollux (Partie Télaire) in einer Neuinszenierung von Mariame Clément unter Christophe Rousset. In Wien war sie u. a. schon als Ismene in Mozarts Mitridate zu hören. Die Saison beendet Christiane Karg als Zerlina in Mozarts Don Giovanni wiederum in Salzburg.
Auch auf dem Konzertpodium hat sich Christiane Karg schon früh profiliert. Darunter herausragend der Sommer 2009, als sie mit Nikolaus Harnoncourt und dem Concentus Musicus in Haydns L’isola disabitata im Wiener Musikverein zu hören war. Engagements der Saison 2009/10 führten sie u. a. zur NDR Radiophilharmonie (Mendelssohns Sommernachtstraum), zum Frankfurter Opern- und Museumsorchester (Die Schöpfung), zum Mozarteumorchester Salzburg (Mendelssohns Lobgesang unter Claus Peter Flor) und in die Philharmonie Essen (Mahlers Achte Symphonie unter Steven Sloane). Zunehmend öffnen sich auch die internationalen Konzertbühnen: 2010/2011 tritt sie mit der Staatskapelle Dresden unter Leitung von Daniel Harding in New York und Philadelphia auf (Brahms-Requiem), in Salzburg singt sie Mozarts Requiem unter Leitung von Jérémy Rohrer, und im Frühjahr 2011 wird sie Mahlers Vierte Symphonie u. a. mit dem NDR Symphonieorchester unter Leitung von Christoph Eschenbach wie auch auf einer Spanientournee mit dem Orquesta Sinfonica de Euskadi unter Leitung von Andrés Orozco-Estrada aufführen.
Mit besonderer Leidenschaft widmet sich Christiane Karg dem Liedgesang - zuletzt mit Wolfram Rieger im Mai 2010 in Hohenems: „Die aus Bayern stammende 30-jährige Sopranistin besitzt bereits alle erwünschbaren Eigenschaften einer ausgereiften Sängerpersönlichkeit: Eine fast lieblich helle, flexible Stimme, die sie nach Bedarf auch perfekt abzudunkeln versteht, eine berührende Pianokultur, ein tolles Volumen und eine Aussprachedeutlichkeit, dass man das Textheft unbesorgt beiseite legen kann.“ In der kommenden Saison sind Liederabende u. a. beim Beethoven-Fest in Bonn, dem Deutschlandfunk Köln, dem Musikverein Wien (Begleiter Malcom Martineau), zusammen mit Mihaela Ursuleasa in Erlangen und Polling und erstmals bei der Schubertiade in Schwarzenberg (mit Wolfram Rieger) geplant.
Ihre erste Lied-CD Verwandlung - Lieder eines Jahres an der Seite von Burkhard Kehring erschien bei Berlin Classics im Frühjahr 2010.
Gerold Huber - Klavier
Der gebürtige Straubinger studierte als Stipendiat an der Hochschule für Musik in München Klavier bei Friedemann Berger und Liedgestaltung bei Helmut Deutsch und besuchte die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin. 1998 erhielt er gemeinsam mit dem Bariton Christian Gerhaher, mit dem er ein festes Lied-Duo bildet, den Prix International Pro Musicis in Paris/ New York. 2001 ging er als Preisträger aus dem Internationalen Klavierwettbewerb Johann Sebastian Bach Saarbrücken hervor. Außerdem gibt Gerold Huber Meisterklassen an der University of Yale und dem Aldeburgh Festival.
"Seine empfindsamen Zwischenspiele sind schlicht zum Niederknien. Der Pianist legt mit seinem Spiel ein subtiles Geflecht von Irrungen und Wirrungen frei – Gerold Huber gelingt das Vordringen in die tiefen Schichten der Seele." So oder so ähnlich urteilt die Presse immer wieder enthusiastisch über Gerold Huber als Liedbegleiter. In dieser Rolle gastierte er bereits bei so bedeutenden Festivals wie der Schubertiade in Schwarzenberg, in Vilabertran (Spanien), bei den Schwetzinger Festspielen und dem Rheingau Musik Festival. Zudem gründete er ein eigenes Festival „Ernste Musik“, das 2006 erstmals im Nymphenburger Schloss in München stattfand und große Anerkennung fand.
Gerold Huber konzertierte in berühmten Konzertsälen wie der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Wiener Konzerthaus, dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Wigmore Hall, der New Yorker Frick Collection und dem Musée d’Orsay in Paris.
Neben Christian Gerhaher, mit dem er ein festes Lied-Duo bildet, begleitet Gerold Huber Ruth Ziesak, Bernarda Fink, Diana Damrau, Mojca Erdmann, Genia Kühmeier, Maximilian Schmitt und Franz-Josef Selig. Zudem ist er der Pianist der 2002 gegründeten „Liedertafel“ bestehend aus Markus Schäfer, Christian Elsner, Michael Volle und Franz-Josef Selig. Als Kammermusikpartner konzertierte Gerold Huber mit dem Artemis-Quartett oder mit Reinhold Friedrich.
Solistisch widmet er sich vornehmlich den Werken Johann Sebastian Bachs, Ludwig van Beethovens, Johannes Brahms und Franz Schuberts. Konzerte führten ihn u. a. in die Münchner Residenz, in das Théâtre municipal de Romains nach Frankreich, zum Kultursommer Kassel oder zum New Zealand Festival in Wellington.
Neben einer Solo-CD mit Werken von Beethoven liegen zahlreiche herausragende CD- Einspielungen gemeinsam mit Christian Gerhaher vor. Ihre Aufnahmen der Winterreise und Die schöne Müllerin wurden jeweils mit dem Echo Klassik für die beste Liedeinspielung ausgezeichnet. Das Schubertalbum Abendbilder erhielt den Gramophone Award 2006. 2008 gibt es gleich drei neue Lied-CDs mit Gerold Huber als Begleiter auf dem Markt: Wieder mit Christian Gerhaher (Schumann Melancholie bei RCA Red Seal), aber auch mit Bernarda Fink (Schubert bei harmonia mundi France) und mit Ruth Ziesak (Liszt bei edel classics). |
Eintritt:
18,- € / erm. 12,- €

Programm:
Brahms
Liebestreu
Von ewiger Liebe
Wenn du nur zuweilen lächelst
Vergebliches Ständchen
Dort in den Weiden
Meine Liebe grün
Der Gang zum Liebchen
Sulima
Wolf
Verschwiegene Liebe
Mein Liebster hat zu Tische mich geladen
Wie lange war schon mein Verlangen
Bedeckt mich mit Blumen
Mir ward gesagt
Du denkst mit einem Fädchen mich zu fangen
Wer rief dich denn
Nein, junger Herr
Mein Liebster ist so klein
Ich hab in Penna einen Liebsten wohnen
***Pause***
Strauss
Begegnung
Schlagende Herzen
Wie sollten wir geheim sie halten
Seitdem dein Aug in meine schaute
Die Verschwiegene
Die Zeitlose
Geduld
Poulenc
Fiancailles pour rire
I La Dame d’ André
II Dans l’herbe
III Il vole
IV Mon cadavre est doux comme un gant
V Violon
VI Fleurs
www.christianekarg.com

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