Inhalt: Biographie Antje Rávic Strubel, 1974 geboren, studierte nach einer Buchhandelslehre Amerikanistik, Psychologie und Literaturwissenschaften in Potsdam und New York. In New York arbeitete sie nebenbei als Beleuchterin an einem Off-Theater. Ihre Romane wurden mit zahlreichen Preisen geehrt, »Kältere Schichten der Luft« war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und wurde mit dem Rheingau-Literatur-Preis und dem Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet. Sie veröffentlichte zuvor die Romane »Offene Blende«, »Unter Schnee«, »Fremd Gehen. Ein Nachtstück« sowie »Tupolew 134«, dieser Roman stieß auf begeisterte Kritiken. Auszeichnungen: Rezensionen
»Antje Strubel fasst sehr überzeugend in Worte, in Bilder, in Szenen, was man eigentlich kennt und weiß: dass die Liebe eine Projektion von Wünschen ist. (...) Antje Strubel ist es gelungen, Romantik und Zeitkritik auf sehr verblüffende Weise zusammenzubringen. (...) es ist in lauter Naheinstellungen erzählt, mit manchmal atemberaubendem sprachlichen Zugriff. Und so entfaltet es seine Wirkung langsam, aber nachhaltig: Es ist der gelungene Versuch, eine zeitgenössische condition humaine sichtbar zu machen: die literaturnotorische Frau von dreißig Jahren, eine Gesellschaft der Außenseiter und die verbleibenden Möglichkeiten des Lebens.« »Beeindruckend ist ihre Genauigkeit, ist der sprachliche Reichtum dieser Autorin. Antje Rávic Strubel entwirft in ihrem Roman atmosphärisch dichte Bilder, die in ihrer Intensität eine bedrohliche Wirkung entfalten. Spannung liegt in der Luft, von der ersten Seite an. Hier braut sich etwas Ungutes, Böses zusammen.« »Antje Rávic Strubel hat einen kleinen, lichtdurchfluteten Roman geschrieben, der vom Wesentlichen handelt – vom Wesentlichen, das gar nicht so schwer sein muß; von der Möglichkeit, sich selbst, seinen Gefühlen, seinen Gedanken mal zu trauen. Eine alte Geschichte, die aber immer wieder neu erzählt werden muß: wie die Liebe alles andere lächerlich, bedeutungslos macht. Antje Rávic Strubel erzählt diese Geschichte ohne Pathos und ohne Tand, schlicht und klug...« Alexander Solloch, NDR Kultur, Matinee, 7.3.2007 »Antje Rávic Strubel führt in ihrem Roman ›Kältere Schichten der Luft‹ ihre Heldin aus Halberstadt nach Schweden, in eine wahre Liebesexplosion. Eine lesbische Liebesgeschichte, wahnsinnig romantisch, die alles wagt, alle Vorsichten vergisst, alle Lebensmöglichkeiten für einen Moment wirklich werden lässt. Doch am Ende ist auch hier wieder - Halberstadt.« »Antje Ravic Strubel hat den Roman für den kommenden Sommer geschrieben: Ein verzaubert licht-dunkles Sprachkunststück über ein Jugendlager an einem schwedischen See. In ›Kältere Schichten der Luft‹ zeigt sie, welche Verwandlungen die Liebe auslösen kann. (...) Ein geradezu altmeisterliches Sprachkunstwerk: Geflochten aus Sätzen, wie sie in ihrer Makellosigkeit, ihrer Präzision, ihrer dunkelleuchtenden Tiefe ziemlich selten geworden sind. (...) Verblüffend konsequent, unaufdringlich und sicher inszeniert Strubel ihr Sprach- und Literaturspiel. Lässt einen Roman aus dem Roman wuchern, ihn sich ausspinnen, flicht kleine hoffmanneske Nebengeschichten ein.« »Antje Rávic Strubel ist, nach vier Büchern, eine viel zu kluge und gereifte Erzählerin, um nicht zu wissen, dass es keine wahre Sprache im falschen Körper gibt. Besser, man verlässt rechtzeitig die Kuschelzone der Gender-Spielchen und sucht sich seinen Blickpunkt in den ›kälteren Schichten‹ der Vernunftregion. Von da oben ist dieser hochkomplexe Roman ein reines Lesevergnügen.« Beatrix Langner, Neue Zürcher Zeitung, 17.3.2007 »So genau wie Antje Ravic Strubel den banal ruppigen Umgangston auf der Arbeitsstelle trifft, so abrupt wechselt sie hinüber in traumhafte Zustände, Trance. (...) Es ist verblüffend, wie es Antje Ravic Strubel gelingt, eine Milieustudie zu entwerfen. (...) solch erotisch aufgeladene, vieldeutige, be- und entrückende Sätze fallen in der deutschen Gegenwartsliteratur auf.« »Was als Kolportage beginnt, erweist sich als ein raffiniertes und tief beunruhigendes Sprachzauberkunststück. (...) Wie auf impressionistischen Bildern die Digne nicht einfach anwesend sind, sondern durch das Licht erst hervorgebracht werden als seine flüchtigen Materialisierungen: so erscheinen auch die Szenerien und Figuren dieses Romans wie Effekte eines unfassbaren und immerfort wechselnden Lichtes; auch dies ein Nordland-Stereotyp, das die Autorin virtuos umdeutet.« »Ein flirrender Sommerroman um eine Hauptfigur, die nach einer Identität sucht, mit der sie leben will. Aber sie ist beschädigt und die Leute um sie noch viel mehr. Das Buch tut weh, weil Antje Ravic Strubel die unsympathische Verlorenheit dieser Menschen, die sich ständig selbst im Weg stehen, bedrückend gut beschreibt.« »Kaum ein Gegenwarts-Autor fällt einem ein, der das Magische der Natur, deren wechselnde Stimmungen, Stimmen und Beleuchtungen derart in Literatur zu transportieren verstünde wie diese Erzählerin - erst recht aber niemand, der inmitten der üppigsten Natur-Natur die menschliche Gefühls-Natur derart radikal in Zweifel zöge. Bei Strubel stehn Gefühle gewissermaßen als Natur zweiter Ordnung da: ein Gesellschaftsprodukt. Und doch ist der Roman einer der erotischsten seit langem: ein Buch der Beschwörungen.« »Das ist eine Verwandlung, wie sie nur große Literatur glaubhaft zu schildern vermag. So aufregend anders wurde lange nicht mehr von der Liebe erzählt, cool, und doch romantisch, ein Buch, das lange in einem nachhallt, einfach weil es alles in Frage stellt, was man über Mann und Frau und die Liebe zu wissen glaubte. Also vertrauen Sie mir, ich weiß was ich tue, und lesen Sie ›Kältere Schichten der Luft‹ von Antje Ravic Strubel, erschienen im S. Fischer Verlag.« »Klug und rätselhaft ist dieser Roman, sinnlich und unterkühlt und romantisch. Und so bilder-, licht- und farbenstark wie kein deutscher sonst in diesem Frühsommer.«
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Eintritt: 6,- € / erm. 4,- €
Werke:
Veranstaltungsort / Wegbeschreibung, Parkplätze
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