Dienstag, 17. Jan. 2012 • 20 Uhr

Kristof Magnusson
Das war ich nicht / Roman

aDrei Menschen in Abhängigkeit - zwischen Arbeitsdruck, Zukunftsangst und Hoffnung

Inhalt

Jasper Lüdemann hat es geschafft. Er ist aus dem Back Office in den Händlersaal der großen Investmentbank in Chicago aufgestiegen, Desk 3, Futures und Optionen. Jetzt kann er zeigen, was in ihm steckt. Privatleben ist abgemeldet. Zwischen dreißig und vierzig muss man für die Karriere brennen. Meike ist Übersetzerin. Der Bestsellerautor Henry LaMarck ist "ihr" Autor, ihre Existenzgrundlage. Den versprochenen großen Roman hat er nicht abgeliefert und ist auch nicht erreichbar. Um ihn zu finden, ist sie in Chicago. Henry LaMarck ist von der Verlagsparty zu seinem sechzigsten Geburtstag abgehauen und in einem Hotel untergetaucht. Er kann nicht mehr schreiben, er ist einsam, aber er hat sich verliebt. In ein Foto von einem jungen Banker, der verzweifelt auf die fallenden Kurse starrt. Fallende Kurse. Seit Jasper Meike in einem Cafe getroffen hat, brennt er für sie. Um ihr zu imponieren, zeigt er ihr, wie man Geschäfte macht. Er kauft Optionen ohne Kundenvollmacht. Erst macht er Gewinn. Dann Verluste, existenzgefährdende Verluste. Eine aussichtslose Lage, bis er Henry LaMarck begegnet. "Das war ich nicht" erzählt von drei Menschen, deren Leben durch Zufall in eine abenteuerliche Abhängigkeit gerät. Und gäbe es nicht die Möglichkeit der Liebe, vielleicht auch ihre Unmöglichkeit, die dem Leben eine andere, unvermutete Wendung gibt, wer weiß, ob sich ein Ausweg finden würde. Eine Bank, ein Leben ist schnell ruiniert.

Biographie

Kristof Magnusson, geboren 1976 in Hamburg, machte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker, arbeitete in der Obdachlosenhilfe in New York, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Lebt als Autor und Übersetzer aus dem Isländischen in Berlin. Seine Komödie "Männerhort" lief an über 30 Theatern im In- und Ausland, unter anderem in Berlin mit Christoph Maria Herbst und Bastian Pastewka. Sein Debütroman "Zuhause" (2005) wurde 2006 mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet. Sein zweiter Roman "Das war ich nicht" (2010) stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

Auszeichnungen

2002: Stipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen (NRW)
2003: Hamburger Förderpreis für Literatur und literarische Übersetzungen
2005: Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Preis, Klagenfurt (Österreich)
2005: Stipendium der Lydia-Eymann-Stiftung, Langenthal (Schweiz)
2006: Rauriser Literaturpreis
2010: Nominierung für den Deutschen Buchpreis (Longlist) mit Das war ich nicht

Pressestimmen

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Kristof Magnussons »Das war ich nicht« fesselt bis zuletzt mit einer überaus witzigen, klug komponierten Geschichte und raffiniert glaubwürdigen Figuren. Dieser Roman über die Paradigmen des Kapitalismus samt den Generalthemen seiner Krisen überzeugt als hinreißend vergnüglicher, gänzlich unangestrengter Exkurs über den Verlust ideologischer Illusionen und materieller Irrläufer, die wie ein angemessener Preis für die Lust am menschlichen Maß und die Unbeschwertheit des Lebens erscheinen. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Ein Wirbel von einem Buch und fulminant geschrieben. Zum Schreien Komisch, berührend und klug! (NDR Kulturjournal)

Das Buch ist rasant geschrieben und sehr vergnüglich. Dieser Roman hat mich wirklich begeistert. Ich würde ihn jedem empfehlen, da er tolle Unterhaltung ist. Ich habe mich in den letzten zwei Jahren nie so gut unterhalten, wie mit diesem Buch. (Alf Mentzer, HR 2 Mikado)

“Endlich ein neuer deutscher Roman ohne die gängige Düsternis einer grausigen Kindheit, Siechtum, Tod, quälende Beziehungen, Obsessionen und Schuldgefühlen. Es ist ein Roman, bei dem man sich intelligent unterhalten fühlt und ein Stückchen Weltkenntnis gewinnt.” NDR Kultur

In seinem grandiosen Roman “Das war ich nicht” treibt Kristof Magnusson eine Bank in den Ruin und macht die Kapriolen der Finanzbranche zum Komödienspektakel. Der junge Autor schafft es, sogar den komplizierten Optionshandel treffend zu beschreiben – und aus der Krise ein Lesevergnügen zu machen. Handelsblatt

Eintritt:

6,- € / erm. 4,- €

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Werke:

Enge im Haus und im Sarg.
Autorenprojekt mit dem Obdachlosenensemble Ratten 07 (Theaterstück; UA am 7. November 2000 in Berlin).
Der totale Kick. Theaterstück. Frankfurt a.M.: Verlag der Autoren, 2000. (UA am 1. November 2001 in Dresden).
Männerhort. Komödie. Frankfurt a.M.: Verlag der Autoren, 2002.
Zuhause. Roman. München: Verlag Antje Kunstmann, 2005.
Vollertsen. Mit Linolschnitten von Wolfgang Jörg. Berlin: Berliner Handpresse, 2007.
Das war ich nicht. Roman. München: Verlag Antje Kunstmann, 2010
Gebrauchsanweisung für Island. München: Piper, 2011


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