Inhalt Eigentlich ist Andreas Lüscher Unfallpsychologe. Seit er jedoch eine Stelle als Gesprächstherapeut in der onkologischen Abteilung eines Krankenhauses angetreten hat, bestimmen Vokabeln aus der Krebstherapie seinen Arbeitsalltag: Dosisfraktion, Rezidivrisiko, Paarbildung. Ihn, der lieber beobachtet als mittendrin steht, der lieber Distanz wahrt, als zu nahe zu kommen, fasziniert das Verhältnis zwischen Patient und Arzt, die Bedeutung von Kommunikation, von Worten. Bis er eines Tages auf die Krankenakte einer Patientin stößt, deren Name ihm vertraut ist: Mit Meret Etter hat ihn vor Jahren eine intensive Liebe verbunden, sie ist eine Frau, die mitmischte bei den Zürcher Jugendunruhen, die sich beim Harfespielen selbst vergessen konnte, eine Juristin, die mit Leidenschaft gegen das Unrecht kämpfte. Jetzt steht ihr ein Kampf ganz anderer Art bevor. Und es ist die Frage, ob die Wiederbegegnung mit Andreas Lüscher, nach sechzehn Jahren des gegenseitigen Schweigens, ihr ihre Lage erleichtert. Und ob es klug ist, wenn sich beide mit den Gründen für dieses Schweigen auseinandersetzen. Biographie 13.02.1947 Preise und Auszeichnungen Pressestimmen
»Faes‘ … Roman fordert absolute Aufmerksamkeit aus vielerlei Gründen, primär aber wohl deshalb, weil dieses Buch eine Enttabuisierung leistet, den Krebs und all seine Geschwüre und Begleiterscheinungen sowohl schwarz auf weiß wie auch zwischen den Zeilen zur Sprache bringt. Schonungslos. Menschlich.« »Urs Faes, der mit einem bezahlten Schreibauftrag die Prozesse auf einer radioonkologischen Station begleitet und analysiert hat, erzählt nicht nur von der Krebserkrankung einer Frau, sondern auch davon, was es bedeutet, in einer solchen Situation allein zu sein. ...Paarbildung ist ein leiser Roman, sparsam erzählt und im Ganzen überzeugend ...« »Paarbildung ist ein Verwirrspiel, in dem der Leser nach und nach, wie durch einen Schleier, Figuren, Ereignisse und eine Geschichte erkennt, die schon halb in Vergessenheit geraten ist. … Zum sprachlichen Ereignis wird das Buch nicht nur durch die Unter- und Nebentöne und durch die Kunst, wesentliche Aussagen in einem beredten Schweigen zu verstecken.« »Man kann Paarbildung nicht nur als Hommage an die erzählerische Kraft von Antonionis strenger, poetischer Bildsprache lesen, sondern auch als bissig-mitfühlendes Porträt eines Intellektuellen, der für die Freiheit schwärmt und fasziniert die Rebellion ringsum beobachtet, ohne irgendwo anzukommen - bis ihn das Leben hinterrücks doch erwischt. Nur lässt sich die Liebesgeschichte dann nicht mehr reparieren.« |
Eintritt: 6,- € / erm. 4,- €
Werke:
Veranstaltungsort / Wegbeschreibung, Parkplätze
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