Inhalt Dieser Roman über die Schwierigkeit, heute Vater zu sein, ist Thomas Hettches persönlichstes Buch. Meisterhaft gelingt es ihm, die Atmosphäre des winterlichen Sylt mit einem Familiendrama zu verbinden, in dem es um die eigene Vergangenheit geht, die persönliche Integrität und eine gemeinsame Zukunft. Biographie Essayistische Veröffentlichungen vor allem in der FAZ und der Neuen Zürcher Zeitung. Preise 1990 Rauriser Literaturpreis Rezensionen
»Ein großes Werk in Tiefe und Weite der Gedanken. Es scheut sich nicht, mit der fatalen Ohrfeige einen Abgrund aufzureißen, über den hinweg sich zwar Vater und Tochter wieder versöhnen, der aber im Übrigen nicht mehr geschlossen wird. Der Abgrund bleibt die Leerstelle für das Mysterium, das der Autor nicht einmal benennt. Es ist das Mysterium der Elternliebe, das voller Wunden und Wunder ist.« Jens Jessen, Die Zeit »Das Eingeständnis, dass die innige Liebe zum Kind und die Abneigung gegen den früheren Partner in Patchworkfamilien häufig nah beieinander liegen, gehört zur Aufrichtigkeit dieses bemerkenswerten Romans. Wenn die Literatur den Anschluss an die Lebenswirklichkeit nicht verpassen will, wird es Zeit, dass auch andere Schriftsteller Hettches Beispiel folgen.« Felicitas von Lovenberg, FAZ »Thomas Hettche hat das Buch einer leisen Verzweiflung geschrieben, böse traurig, abschiednehmend. Ein Buch, das jenseits aller Gesetzessprüche wahr bleibt.« Volker Weidermann, FAZ »Eine paradoxe Leistung. Hettche gelingt es tatsächlich, John Banville folgend, einen Roman (über das Meer) zu schreiben, der (in diesem Sinn) keine Handlung hat, und trotzdem von der ersten bis zur letzten Seite spannend bleibt. Gefährlicher als die tosende Oberfläche der sich brechenden Wellen wirkt die darunter verborgene Gegenströmung, die uns mit unsichtbaren Kräften ins Meer hinaus zieht.« Martin Lüdke, Frankfurter Rundschau »Hettches Roman ist ein Glücksfall, komplex, vielschichtig und geschrieben in einer artifiziellen Sprache, die der Emotionalität des Geschehens mit wohltuend nüchterner Kühle begegnet.« Sandra Kegel, FAZ »Thomas Hettches Roman erzählt von Ohnmacht, Hass, Demütigung und Machtspielchen - radikal aus der Perspektive eines verletzten Vaters. Zugleich ist er zärtlich, die Sprache kühl wie das Sylter Klima.« Welt kompakt »Thomas Hettches Roman ist kein Plädoyer für das traditionelle Familienbild, sondern erkundet eine Lebensform mit den Mitteln der Literatur. Und er buchstabiert ganz grundsätzlich existenzielle Erfahrungen durch: Es soll nicht nur um die Empfindungen seines Helden, nicht nur dieses einen Vaters gehen, sondern eben um die »Liebe der Väter« überhaupt.« BR-online »Für den Untergang der klassichen Familie, die Neusortierung von Gesellschaft hat Hettche beeindruckende Bilder gefunden.« Der Westen »Thomas Hettche empfiehlt sich mit diesem vollendeten Buch für die höchsten Auszeichnungen, die das literarische Deutschland zu vergeben hat.« Stuttgarter Zeitung »Hettche versteht es, seine Prosa zwischen Sprachlosigkeit und Geständniszwang auszubalancieren, er kann widersprüchliche Gefühlslagen darstellen ohne jemals in den Sprachschablonen therapeutischer Ratgeber hängen zu bleiben.« Mannheimer Morgen »Näher an der Realität wie Thomas Hettches Die Liebe der Väter war selten ein neuer Roman.[...] Thomas Hettche zeichnet in seinem Roman mit großer Suggestivkraft das stille Drama eines vielleicht unlösbaren Konflikts [...]« Neue Zürcher Zeitung »Überzeugend und empfehlenswert ist Hettches Roman vor allem deshalb, weil er die Entfremdung, aber auch die seltenen Momente der Nähe zwischen Vater und Tochter glaubhaft darzustellen und in subtilen Beschreibungen jede Gefühlsregung aufzunehmen vermag.[...] Die Liebe der Väter ist ein hoch aktueller Zeitroman mit einer klaren politischen Haltung.« Basler Zeitung »Es geht um Gefühle zwischen Einzelnen, um das, was aus Liebe und Familiensentimentalität wird, wenn es den menschen in ihrer kleinen Gemeinsamkeit zu eng geworden ist: Stilistisch pointiert, als Skizze eines Milieus und vor allem als Psychogramm eines Isolierten.« 3sat Magazin »Die Liebe der Väter ist ein Exemplar jener Bücher, die von Anfang bis Ende einen Sog entwickeln, obwohl in Ihnen nichts Weltbewegendes passiert.[...] ist vor allem anderen ein ungemein sensibles Buch über die Gefühle zu einem Kind an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Seine Genauigkeit schützt es vor verlogenem Kitsch.« Die Presse Spectrum »Distanzlos und in eindringlichen Bildern schildert Thomas Hettche die hilflosen Versuche des Vaters, sich seiner Tochter zu nähern« WDR5
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Eintritt: 6,- € / erm. 4,- €
Werke: Ludwig muß sterben DuMont Verlag 1989
Veranstaltungsort / Wegbeschreibung, Parkplätze
Forum Kultur bedankt sich bei den Sponsoren:
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